Ein Lächeln in meinem Gesicht, Optimismus in meinem Herzen

Image:Ein Lächeln in meinem Gesicht, Optimismus  in meinem Herzen
06. Feb, 2018 Autor: Kelsey Serwa
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Die olympischen Winterspiele sind nicht mehr weit weg und während man als Athlet damit beschäftigt ist, sich zu qualifizieren, gerät man ganz schnell unter Leistungsdruck. Wenn ich Herzflattern verspüre, gepaart mit vielen Gedanken an die Rennen mit all den Fragen „Was wäre, wenn…“, dann halte ich inne, lächle und atme tief durch.

Vielleicht ist das ein sonderbares Verhalten als Antwort auf mein nervös mitschwingendes Nervenkostüm, aber ich habe meine sensiblen Empfindungen lieben gelernt. Es hat einige Jahre an Übung gebraucht, sowohl bei Siegen als auch Niederlagen die Gefühle aufmerksam zu erleben, sie zu akzeptieren, ihre Energie zu bündeln und sie positiv zu reflektieren. Innehalten, lächeln und tief durchatmen – für mich ist das der einfachste Weg.

Während meiner neunjährigen Karriere im Skicross Weltcup habe ich die physische Fitness, das technische Fahrkönnen, die Härte, die Energie und die Beweglichkeit, was jede einzelne Athletin zum Startgate mitbringt, zu schätzen gelernt. Diese äußeren Umstände kann man sehr leicht verbessern und das zahlt sich oft durch Podiumsplätze aus. Unerbittlich und stundenlang im Kraftraum, Gewichte stemmen, auf Boxen springen, auf sämtlichen flexiblen und instabilen Vorrichtungen, die man unter die Füße bekommen kann, die Balance schulen. Anspruchsvolle Bike Trails überall in den küstennahen Bergen von Britisch-Kolumbien bieten eine zusätzliche Trainingsumgebung und geben der eigenen Geschicklichkeit, die man von den Trails auf die Pisten transferiert, den Feinschliff. Trotz all des Trainings und den besten Absichten sind unsere Körper bei den Rennen massiven Kämpfen ausgesetzt und Verletzungen lassen sich oft nicht vermeiden.

Ich habe bereits Lehrgeld bezahlt und selbst einiges durchgemacht: Gehirnerschütterungen, gebrochene Wirbel, verletzte Knie und Knorpelschäden – doch all das habe ich nie bereut. Auf jeden Rückschlag folgten neue Lehrstunden und auch die Chance daran zu wachsen und sich zu verbessern. Die Dankbarkeit, die ich für jeden Tag erbringe, hilft mir die schwierigen Zeiten zu überstehen. Dankbar zu sein, für das wozu man in der Lage ist, anstatt sich auf die momentane Invalidität zu konzentrieren, hat meinen Blickwinkel nicht nur im Sport, sondern auch fürs Leben im Allgemeinen positiv verändert. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, auch die kleinen Erfolge im Leben zu honorieren. Ich habe gelernt, konstruktiv zu reflektieren und das Vergangene zu akzeptieren und wie man seine Energie sowohl physisch als auch psychisch in diesen wichtigen Momenten einsetzt. Ich akzeptiere mein eigenes Ego und empfinde ein überwältigendes Glücksgefühl für alles was ich erreicht habe, für die fortwährende Unterstützung, die ich erhalten habe und für meine Chance, meine große Leidenschaft zu verwirklichen.

Heute befinde ich mich wieder einmal auf dem Weg der Genesung und kuriere meine vor Weihnachten zugezogene Knieverletzung aus. Olympia ist nur noch Monate entfernt und ich muss mich erst noch qualifizieren; doch ich habe ein Lächeln im Gesicht und den Optimismus in meinem Herzen. Mein Engagement und meine Faszination unterstützen mich beim Comeback zu dem Sport, der mir so viel bedeutet. Die Chance meine Form von Olympia 2014 zu überbieten, gibt mir ein beschwingtes Gefühl. So sehr man sich über die Zukunft Gedanken macht, es ist das Ungewisse, was mir Freude bereitet.

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