WAS WÄRE, WENN…

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02. Jan, 2018 Autor: Ingemar Stenmark
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Es ist eigentlich nicht meine Art, an die Vergangenheit und die glorreichen Tage zurückzudenken. Es scheint für mich, als ob alles in einem anderen Lebensabschnitt geschah. Es ist und bleibt die Vergangenheit und ich bevorzuge es, in der Gegenwart zu leben.


Tatsache ist jedoch, dass Skifahren ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist. Wenn ich die Tage meiner Skikarriere mit der heutigen Zeit vergleiche, dann wird mir bewusst, wie sehr sich der Sport in den letzten drei Jahrzehnten seit meinem Karriereende verändert hat. Die größte Änderung betraf speziell die Ski und ich hatte am Design der Ski schon immer größtes Interesse. Dabei meine ich nicht so sehr das Aussehen und die Farbe, sondern vielmehr die Eigenschaften bezüglich Performance und diesbezüglich war ich sehr wählerisch. Bereits in meiner frühen Jugend konnte ich die kleinsten Details und Unterschiede fühlen. Zur damaligen Zeit galt die allgemeine Regel, dass die Ski erst mit der Zeit durch die Benutzung besser wurden. Nach einer gewissen Zeit vereinigten sich die einzelnen Lagen und Verstärkungen und harmonierten als Ganzes. Sobald ich mein Setup und meinen Ski gefunden hatte, war dies mein einziges Paar, welches ich fuhr und mit diesem war ich sehr verbunden. Das hatte zur Folge, dass ich mich speziell an das eine Paar, dass ich während der kompletten Saison fuhr, sehr gewöhnt hatte. Bei den letzten Rennen der Saison waren die Kanten oft so stark heruntergefahren, dass diese kaum noch dicker als ein Haar waren und manchmal musste ich die Kanten zwischen zwei Läufen wieder gerade hämmern.


Ich hatte das große Glück, dass ich mit meinem langjährigen Servicemann und Freund Jure Vogelnik zusammenarbeiten konnte, der meine Wünsche, Bedürfnisse und Marotten kannte. Zusammen kam uns damals die Idee, dass es interessant wäre, wenn die Ski eine stärker ausgeprägte Taillierung hätten. Als die Jungs der Elan R&D Abteilung mir die ersten Ski zukommen ließen, fühlte ich mich sofort um einiges schneller. Wie dem auch sei, beim nächsten Rennen lief es nicht so gut. In den Steilhängen hatte ich Probleme, aber in den flacheren Passagen waren die Ski exzellent. Zu der Zeit waren die Ski 205 cm lang und mit dieser Länge und der stärkeren Taillierung war es nicht einfach, die erforderliche Torsionssteifigkeit zu erzielen. Was es ausmachte, war das Fahrgefühl und es war unbeschreiblich gut. Während meiner Karriere strebte ich immer den perfekten Schwung an, speziell beim Riesenslalom. Man könnte sagen, bei idealen Schneeverhältnissen fuhr ich mit diesen über 2 Meter langen Ski geschnittene Schwünge. Die Skienden belastete ich stärker und wenn es mir gelang sie durchzubiegen, sah es fast wie „modernes Carving“ aus.

Nur wenige Jahre nach meinem Karriereende wurden die Ski revolutioniert. Elan baute den SCX und schaffte es, die Phantasie und Idee in die Realität umzusetzen. Diese Ski veränderten das Skifahren grundlegend. Sie ermöglichten erstmals perfekt geschnittene Schwünge und ich fand sie fantastisch. Zu der Zeit hätte ich mir gewünscht, dass die Ingenieure von Elan mit dieser Lösung den Durchbruch schon einige Jahrzehnte früher schafften, so dass ich mit diesen Ski hätte Rennen fahren können. Sicherlich ist es schwierig einzuschätzen, ob ich auf diesen Ski genauso viele Rennen gewonnen hätte, aber es hätte ganz gewiss viel mehr Spaß gemacht. Ich denke das ist der wichtigste Punkt. Es kommt nicht auf einen halben Meter Längenunterschied oder verschiedene Geometrien an, sondern es geht vielmehr darum, was die Ski ermöglichen, wie man sie einsetzen kann und welches Feedback ein Skifahrer erhalten kann. Das sind die hauptsächlichen Kriterien und die sind nicht nur für Rennfahrer prädestiniert, sondern davon profitieren auch alle Freizeitfahrer.


Ich bin kein Nostalgiker, halte nicht an alten Erinnerungen fest und ich beschäftige mich auch nicht mit „was wäre gewesen, wenn…“. Ich genieße die Gegenwart und das Skifahren mit meiner Familie auf modernen Ski, die nach dem heutigen Stand der Technik konstruiert sind. Ich mag es nach wie vor mit schnellen Riesenslalomschwüngen zu carven und ich liebe das Skifahren wahrhaftig.

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